kompensiertes Walter Mönnig-Horn

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kompensiertes Walter Mönnig-Horn

Beitragvon alexpansa » Sa 8. Aug 2009, 09:56

Liebe Kollegen,
was kann man für ein gebrauchtes kompensiertes Walter Mönnig-Horn noch verlangen. Ich spiele eher selten darauf und würde es gerne verkaufen. Es ist aus Goldmessing und Maschine auch noch sehr gut. Der Lack ist nicht mehr der beste, aber bei Goldmessing ist es eigentlich egal.
Grüße aus dem Erzgebirge
Alex
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Re: kompensiertes Walter Mönnig-Horn

Beitragvon Martin2 » Sa 8. Aug 2009, 11:57

Erfahrungsgemäß lassen sich kompensierte Hörner nicht so leicht verkaufen, weil viele Hornisten (warum auch immer) Vorbehalte dagegen haben.
Wenn das Horn noch sehr gut in Schuß ist, evt. einen Schraubschall hat und ein ordentlicher, sauberer (und nicht miefender) Koffer oder ein ebensolches Gigbag dabei ist, kannst Du locker mal 1700 Euro ansetzen. Eventuell kann man dann über den Preis noch verhandeln, also etwa 100 - 150 Euro nachlassen. Ich persönlich würde mich scheuen, mehr zu verlangen.
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Re: kompensiertes Walter Mönnig-Horn

Beitragvon www_corno_de » Sa 8. Aug 2009, 20:32

Hallo Alex,

schau mal hier:
http://knopf-horn.de/inhalt/instrumente_gebr.htm

Mehr als 1500 EUR denke ich da nicht, kommt noch ein bischen auf das Alter an.
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Re: kompensiertes Walter Mönnig-Horn

Beitragvon alexpansa » Sa 8. Aug 2009, 20:49

@Alle,
vielen Dank sind sehr hilfreiche Links.
Alex
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Re: kompensiertes Walter Mönnig-Horn

Beitragvon dszy » Sa 8. Aug 2009, 21:25

Ich habe für meines in den USA und in England Angebot von min, 2000€ bekommen. Der Händler in England hat eine webseite http://www.hornsaplenty.com/
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Re: kompensiertes Walter Mönnig-Horn

Beitragvon Martin2 » So 9. Aug 2009, 07:28

Der Händler in England hat aber auch Preisvorstellungen, die jenseits von Gut und Böse liegen..........

Knopf- Hörner sind ohne Zweifel Spitzenprodukte! Aber sie erzielen leider keine hohen Preise (oder "normale" Preise), da viele Leute nie eines gespielt haben und die Qualitäten daher nicht zu schätzen wissen. Nach der Wende wurden die Orcherster in Osten "zwangsverwestlicht" und somit das "deutsche Einheitshorn" (in Anlehnung an die Einheitslokomotiven) quasi aufgezwungen. Schade! Ich ärgere mich heute noch grün und blau, daß ich vor einigen Jahren mein Knopf verkauft habe.
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Re: kompensiertes Walter Mönnig-Horn

Beitragvon www_corno_de » So 9. Aug 2009, 11:01

Hallo Martin,

"zwangsverwestlich" ist vielleicht ein etwas unglückliches Wort, ich weiss aber was du meinst. In der DDR konnte man genau den Klang der Dresdner, Leipziger, Berliner und Weimarer Orchester genau unterscheiden. Das ist leider heute nicht mehr so. Und ich meine nicht gut oder schlecht - heute gibt es soliden 103-Einheitsklang.
Warum das so ist, dafür gibt es viele Gründe:
- die DDR-Hornisten und Studenten wollten gerne auch andere Hörner aus dem Westen ausprobieren, mir ist nur ein Nationalpreisträgerhornist bekannt, der ein Schmid-Horn hatte, damit auch Schallpaltten einspielte, als offizielles Horn jedoch nur ein Mönnig-Horn auf dem Cover genannt werden durfte.
- Die Aufstellung zur Einheit 1990 der westdeutschen und ostdeutschen Hersteller war extrem unglücklich, im Osten brach das Exportgeschäft weg, es gab himmelschreiend veraltete Technik und für viele war eine Kreditaufnahme fast unmöglich. Zudem kam eine unglücklcihe Selbstdarstellung bei Messen und sehr spät die schmerzliche Erkenntnis, das man um Kunden werben muss (in der DDR ging man nach Markneukirchen betteln).
- der Westen konnte liefern und das in einer guten Qualität.
- zudem Besuche Alexander mit kleinen Ausstellungen die Spitzenorchester und man gestattete Friedbert Syhre aus Leipzig, exlusiv mit Alexander-Hörnern zu handeln.

Nur langsam konnte z.B. Ricco Kühn sich wieder in die Reihe der anerkannten Hornbauer einfügen und einen Ruf aufbauen.
Und Martin du hast recht, es gibt Orchester, wo man in Spitzenpositionen Hornisten aus den alten Bundesländern hat, welche das 103-Modell einfach durchsetzen. Wie auch immer.

Und so höre ich mir immer wieder gerne die Aufnahmen der alten Besetzung des Rundfunksinfonieorchesters Leipzig an (gibt es z.B. hier http://www.jpc.de/jpcng/home/detail/-/hnum/3497377/iampartner/a31 )

Die haben auf (ausgewählten) Hoyer-Hörnern sauschöne Musik gemacht. Und live klang es noch schöner.

Tja, un das Knopf-Horn kann ich nachfühlen, ich hatte auch mal ein geliehenes....
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Re: kompensiertes Walter Mönnig-Horn

Beitragvon Martin2 » So 9. Aug 2009, 11:52

Lieber Robert,
daß die Situation zur Zeit der Wende mieserabel war, glaube ich gerne. Und auch, daß die Hornisten auch mal was "Anderes" ausprobieren wollten. Macht unsereins ja auch. Ich habe eine stattliche Sammlung von Schallplatten aus der DDR, die ich schon in den 80ern anfing. Das waren teils Lizenzpressungen, teils aber Originale, die ich nach der Wende auf Flohmärkten fand. Mit Güttler, Damm und anderen, z.B. dem Hornquartett des Rundfunkorchesters Leipzig. Super! Die Klangunterschiede der einzelnen Orchester sind sehr ausgeprägt zu hören und es macht einfach Freude, etwa den Freischütz in fünf verschieden Interpretationen zu hören. Das "Betteln gehen" bestätigen mir zahlreiche Freunde aus ostdeutschen Posaunenchören. Die haben quasi nur den "Ausschuß" bekommen....... Alles Übrige wurde exportiert. Ich erinnere mich noch ganz genau, was mein Vater am Tag der Grenzöffnung sagte: "Dä! Itz wärrn de Trompedn deujro". (So! Jetzt werden die Trompeten teurer".) Man bekam ja damals eine gute Scherzer- oder Martin Peter- Trompete für unter 1.00 DM! Ein Hans Hoyer- Horn für 1.500 DM! Und die Qualität war sehr gut!
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Re: kompensiertes Walter Mönnig-Horn

Beitragvon Martin2 » So 9. Aug 2009, 11:53

Lieber Robert,
daß die Situation zur Zeit der Wende mieserabel war, glaube ich gerne. Und auch, daß die Hornisten auch mal was "Anderes" ausprobieren wollten. Macht unsereins ja auch. Ich habe eine stattliche Sammlung von Schallplatten aus der DDR, die ich schon in den 80ern anfing. Das waren teils Lizenzpressungen, teils aber Originale, die ich nach der Wende auf Flohmärkten fand. Mit Güttler, Damm und anderen, z.B. dem Hornquartett des Rundfunkorchesters Leipzig. Super! Die Klangunterschiede der einzelnen Orchester sind sehr ausgeprägt zu hören und es macht einfach Freude, etwa den Freischütz in fünf verschieden Interpretationen zu hören. Das "Betteln gehen" bestätigen mir zahlreiche Freunde aus ostdeutschen Posaunenchören. Die haben quasi nur den "Ausschuß" bekommen....... Alles Übrige wurde exportiert. Ich erinnere mich noch ganz genau, was mein Vater am Tag der Grenzöffnung sagte: "Dä! Itz wärrn de Trompedn deujro". (So! Jetzt werden die Trompeten teurer".) Man bekam ja damals eine gute Scherzer- oder Martin Peter- Trompete für unter 1.000 DM! Ein Hans Hoyer- Horn für 1.500 DM! Und die Qualität war sehr gut!
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Re: kompensiertes Walter Mönnig-Horn

Beitragvon Martin2 » So 9. Aug 2009, 11:55

Ups, zweimal?!
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