Das richtigeMundstück

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Das richtigeMundstück

Beitragvon kevin » Sa 6. Mär 2010, 11:11

Hallo liebe Hornistengemeinde,

Ich habe ien Frage zur Wahl des richtigen Mundstückes.
Ich spiele seit drei Jahren Horn und habe das Glück ein Alex 103 zu besitzen.
Ich benutze ein Mundstück Tilz spezial B5 und frage mich, ob mit einem anderen
Mundstück manches besser funktioniert.
So macht die Höhe über g" Schwierigkeiten und in der Tiefe habe ich das Gefühl, dass
nicht genug Luft durchgeht.
Gibt es da Tips für das richtige Mundstück?
Wäre eine größere Bohrung hilfreich?
Ich habe relativ kräftige Lippen und setze deshalb auch unten etwas ein.

Viele Grüße

Kevin
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Re: Das richtigeMundstück

Beitragvon 68er » Sa 6. Mär 2010, 11:32

Hallo Kevin,

Mündstücke machen natürlich extrem viel aus (mehr noch als das Horn selbst) und ich halte persönlich nichts von einem Mundstück mit relativ enger Bohrung, besonders in Kombination mit einem Horn mit recht großem Blaswiderstand.

Solltest Du gute Erfahrung mit Bruno Tilz haben, dann findest Du auch bei ihm etwas im Sortiment, zum Beispiel das "Schmid 12" oder besser noch das Wienerhorn-Mundstück "WM3".

Probieren (und zwar geduldig!) musst Du natürlich selbst.

LG aus der Steiermark
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Re: Das richtigeMundstück

Beitragvon RobLeicht » Sa 6. Mär 2010, 12:44

Nee, Wienerhorn-Mundstück auf dem 103er, das kann eigentlich wirklich nicht gutgehen! Ich hatte, solange ich Tilz benutzte, mit dem (alte Nummer) 15 beste Ergebnisse´, auch in der Höhe, trotz der maximalen Weite und Tiefe. Aber jedem iswt halt auch der Schnabel anders gewachsen - und auf diese "Bauwesie" kommt es in allererster Linie an. Im übrigen kann man sich bei Franz Windhager hervorragende Mundstücke ganz individuell konfigurieren, nach Randdurchmesser, Randbreite und -form sowie Bohrung. Und dann noch wählen zwischen vergoldetem und versilbertem Rand, silber: besserer Halt auf der Lippe, vergoldet höhere Flexibilität, aber vielleicht nicht so passend für "Nassbläser". Ich schreibe meine eigene Kombination aber jetzt nicht auf - das widerspräche dem oben genannten Prinzip: Man msus halt jedem Hornisten extrig aufs Maul schauen.
Erfolgreiche Suche wünscht
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Re: Das richtigeMundstück

Beitragvon alexpansa » Sa 6. Mär 2010, 13:05

Spielt der K.Becker nicht einer Wiener-Mundstück?? Dafür klappt es aber sehr gut bei Ihm.
Ich wechsele gerade auf ein grösseres Tilz(vom 11er auf 11,5er), weil die Höhe leichter geht. Mir fehlt nur noch der nötige Grip, denn die Ränder sind doch etwas unterschiedlich.
Interessant wäre für mich, wie lange gibt man sich für einen Mundstückwechsel?? Wenn man vom Sport ausgeht, so sind es meistens 6 Wochen bis die Muskulatur sich umstellt. Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt?
Alex
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Re: Das richtigeMundstück

Beitragvon Raphael » Sa 6. Mär 2010, 13:23

Ich habe schon einige Mundstückwechsel gemacht, im Nachhinein betrachtet waren einige überflüssig. Aber ich hab mein hoffentlich endgültiges Mundstück (ein Tilz Hoeltzel 5 mit 4,5mm Bohrung, tiefer, etwas bauchiger Kessel) gefunden. Was ich bei allen Wechseln beobachten konnte: Die ersten zwei Wochen funktioniert alles ausgezeichnet, und dann fangen die Probleme an. Ich weiß nicht, woran es genau liegt, aber irgendwie fängt die Muskulatur erst mit Verspätung an, sich umzustellen. Während dieser Phase bekam ich unter Anderem große Schwierigkeiten mit der Höhe (könnte aber auch deswegen sein, dass ich von einem sehr flachen Schmid 10.5 gekommen bin). Nach etwa 4-5 Monaten war ich in dieser Beziehung wieder auf dem Stand vor dem Wechsel. Also einen Mundstückwechsel nur wenn es unbedingt sein muss, oder man nichts wichtiges/technisch kritisches im Kalender stehen hat. Dieser Zeitraum hängt aber davon ab, wie groß der Wechsel war, also wie unterschiedlich die Mundstücke, und wie viel man übt. Ich war während der Zeit relativ fleißig (ca. 6 Stunden pro Woche), jedoch war das neue Mundstück doch sehr anders als das alte.
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Re: Das richtigeMundstück

Beitragvon Martin2 » Sa 6. Mär 2010, 15:16

Hallo Kevin,

gib in die Forumssuchmaschine mal "Mundstück" ein. Es ist schon sehr, sehr viel Gutes zu diesem Thema geschrieben worden. Vielleicht hilft es Dir ja weiter. Ansonsten: Immer wieder nachfragen.
(Das B5 ist natürlich auch ein "Monster".)
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Re: Das richtigeMundstück

Beitragvon Hödlmoser » Sa 6. Mär 2010, 16:04

RobLeicht schreibt:
Nee, Wienerhorn-Mundstück auf dem 103er, das kann eigentlich wirklich nicht gutgehen!

Ich spiele seit ich Horn spielen kann auf einem 103er und seit 42 Jahren auf meinem jetzigen 103er IMMER mit Wienerhornmundstück!
Zu meiner und meiner Zuhörer vollsten Zufriedenheit!
103er und Wienerhornmundstück = Idealkombination.
Liebe Grüße vom Hödlmoser
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Re: Das richtigeMundstück

Beitragvon Beate_Pokorny » Sa 6. Mär 2010, 17:06

Hallo lieber Kevin! :)

Schön, daß Du mit dem Besitz Deines Alex 103 so zufrieden bist. Bevor es aber andere schreiben, warum muß denn immer gleich ein Mundstückwechsel efolgen, wenn's auf Anhieb nicht höher als g" geht? Der Prof. empfiehlt auch immer erst an sich selbst zu arbeiten. Also: was, wie regelmäßig, wie lang und in welcher Weise übst Du denn, bzw. wie spielst Du Dich ein? Ich denke, da bist Du einer Problemlösung näher als Du denkst. Der eine empfindet sich als relativ fleißig, wenn er 6 Stunden die Woche übt und/oder Hornbläst, ein Student bläst das locker an einem Tag. Ich selber bin als Laienhornistin mal lässig mit 15-20 Stunden die Woche dabei und empfinde mich selbst relativ faul. :oops:

Bzgl. Bruno Tilz Mundstück bist Du tendenziel schon gut bedient, kontaktiere ihn doch mal selbst, dort wird man Dir auf jeden Fall helfen können. Ich könnte mir vorstellen, daß Du - wenn Du ohnehin schon auf Grund voller Lippen einsetzten mußt - möglicherweise mit einem Spezial Bruno Tilz 211-B6/D6 oder 211-B7/D7 besser klar kommst. Ich selber spiele mit meinen vollen Hornistinnen-Lippen ein 211-B17 durch alle Lagen vom C bis e''', das geht aber auch nur wenn ich regelmäßig übe. Und warum nicht ein Modell E. Schmid... evtl. auch etwas weiter im Rand als bisher? Die neuen Modelle haben jetzt sogar ganz anständige Bohrungen.

Laß uns an Deinem Erfolg teilhaben und schreibe uns dann, wie Du zu einer befriedigenden Lösung kamst.
Bussi, BEATE :lol:
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Re: Das richtigeMundstück

Beitragvon Mr.Masterbrass » So 7. Mär 2010, 02:44

Hallo Kevin, es liegt primär an der Blastechnik, nicht am Mundstück.
Aber das richtige Mundstück kann sicher helfen.
Es kann aber auch passieren, sich eine falsche Blastechnik anzugewöhnen, falls das Mundstück gar nicht passt.
Um genau beurteilen zu können woran es liegt, müsste man dich spielen hören und sehen.

Hier zum Spaß mal 2 links zum Tonumfang des Horns. Hatte ich mal bei youtube gefunden.
Etwas verrückt aber ganz interessant. viel Spaß

http://www.youtube.com/watch?v=Bvikh5A_uxg

und es geht noch höher und tiefer zwar nicht sonderlich schön aber interessant :shock:
http://www.youtube.com/watch?v=5XRkCfsiKlY

LG Mr. Masterbrass
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Re: Das richtigeMundstück

Beitragvon Raphael » So 7. Mär 2010, 09:40

Lieber Kevin,

versteife dich beim Üben aber nicht auf einen Ausbau des Tonumfangs nach oben. Ein guter Ton gepaart mit Intonation in der "normalen" Lage ist mehr wert. Wie auch schon Prof Pitzka des öfteren geschrieben hat, muss selbst ein Profi im Orchester praktisch nie über c'''; und wenn, dann wird ein Diskant- oder Tripelhorn benutzt. Als Laie gilt das im Besonderen. Und der Tonumfang bis dahin kommt beim richtigen und fleißigen Üben bei jedem zumindest einigermaßen. Zu wenig Bohrung ist natürlich nicht gut beim Mundstück, aber der Eindruck, dass nicht genug Luft durchgeht, kommt meistens von verkrampften Atemwegen oder einem angespannten Kehlkopf. Das Ding vor dem Horn ist ausschlaggebend, nicht die Technik, solange sie im normalen Rahmen liegt.
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