von Raphael » Mo 25. Jan 2010, 15:29
Viele amerikanische Hornisten sind gegenüber den neueren 8Ds sehr skeptisch. Die Meinung, dass die Qualität im Vergleich der Elkhart- und Letter-Series-Modelle der 50er, 60er und 70er stark abgenommen hat, ist dort weit verbreitet. In einigen Orchestern und auch in den LA Studios wird auf zum Teil 60 Jahre alten Modellen gespielt, die den besten "Hollywood-Sound" geben sollen. Es handelt sich bei dem Horn ja um einen Nachbau des Horner-Modells von Kruspe, welches eine sehr große Mensur aufweist. Ähnliche Modelle, die ebenfalls hauptsächlich über dem großen Teich beliebt sind, sind das Yamaha 668 und das Hoyer 6801/7801. Letztgenanntes wurde laut Hoyer in Zusammenarbeit mit Myron Bloom und Vince de Rosa, zweier alter Größen dieses Hollywood-Sounds, entwickelt und gefiel mir beim Probespielen sehr gut.
Etwas teurere Varianten derselben Bauart sind das Original von Kruspe, das Vintage-Modell von Conn und seit Neuestem das Duerk D8, welches auch von der Verarbeitung um Klassen besser als das 8D sein dürfte.
Das Conn 8D ist sicher einen Versuch wert, aber das fast baugleiche Hoyer 6801 aus heimischer Produktion ist auch nicht teurer, zumindest nicht in Deutschland.