Welche Hornschule?

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Welche Hornschule?

Beitragvon Beate_Pokorny » Mo 28. Sep 2009, 22:29

Liebe Horngemeinde,
liebe Hornlehrer/innen!
:)

Ich selber habe mit den Schulen und Etüden von Fritz Huth, Hermann Neuling und Maxime Alphonse sowie div. Hornkonzerten und vielen selbst transponierten Volksliedern und anderen Spielstücken (und, und, und...)das Hornspiel erlernt. Aus aktuellem Anlaß aber möchte ich Euch fragen, welche Hornschulen Ihr mir ganz persönlich für den jungen Anfänger, noch im Kindesalter, empfehlen könnt?

Auf Eure vielfältigen Tipps freut sich mit
Bussi, Eure BEATE :lol:
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Re: Welche Hornschule?

Beitragvon Martin2 » Di 29. Sep 2009, 14:58

Hallo Beate,

Es gibt diverse Hornschulen, die für Kinder brauchbar und nützlich sind. Aber alle Hornschulen sind ja nur ein Leitfaden, d.h., man kann sich nicht nach der Nummerierung der Übungen richten, sondern man setzt dort an, wo der Schüler die meisten Probleme hat.
Bei Doblinger gibts die "Waldhornschule für junge Anfänger" und die "Rhytmusschule für junge Anfänger".
Wenns was mit lustigen Bildchen sein soll, sei "Ich blas Horn" empfohlen.
Auch bei De Haske gibts "bunte" Hornschulen mit Demo- CD.
(Gibts alles bei Köbl. Du kannst Dir ja mal eine Auswahlsendung schicken lassen.)
Schulen wie Oskar Franz oder Neuling sind ja eher für den Lehrer gedacht. Ansonsten ist die von Michael Höltzel eine der bekanntesten.

Ich persönlich halte es so, daß ich viele Übungen selbst schreibe, jeweils so, wie dier Schüler sie braucht. Zudem lasse ich die Kinder viele Übungen selbst ins Notenheft schreiben (nach Diktat oder von der Tafel), denn was man selbst schreibt, bleibt besser im Gedächtnis haften und das Notenlernen und -schreiben übt sich gleich mit.
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Re: Welche Hornschule?

Beitragvon Martin2 » Mi 30. Sep 2009, 17:04

Nachtrag.

Schau mal hier: www.hornlehrer.com
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Re: Welche Hornschule?

Beitragvon Beate_Pokorny » So 4. Okt 2009, 20:48

Lieber Martin2 :) ,

herzlichen Dank für Deine schnellen und informativen Antworten, vorallem aber auch Danke für den Link, das klingt sehr ansprechend!

@ all

Vielleicht haben auch noch die Pädagogen unter uns den einen oder anderen Tipp?

Außerdem suche ich noch nach einer Empfehlung, die unser Forums-Profi Konstantin Becker im alten Forum einmal ausgesprochen hat. Evtl. hat sie noch jemand in Erinnerung, selber finde ich sie nicht mehr.

Merci für alles,
Bussi, Eure BEATE :lol:
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Re: Welche Hornschule?

Beitragvon dirk » So 4. Okt 2009, 22:35

Hallo Beate,
:-)

Eine Frau vergisst nichts :-)
Es geht um deinen Sohn nehme ich an? :-)

Konstantin Becker hat mir im alten Forum folgendes geschrieben: (Zitat):

"Welche Hornschule benutzt Deine Tochter?
Ich kann "Rapp, Hornlernen mit Spass" in zwei Bänden wärmstens empfehlen. Diese Schule macht wirklich Spass. Ausserdem sollte man so früh wie möglich mit der Fritz Huth Hornschule vertraut gemacht werden. Ein fantastisches und hilfreiches Werk!"

Ich hab den 1. Band der Hornschule von Rapp dann tatsächlich gekauft und kann das zu 100% betätigen.
Es hat meiner Tochter wirklich sehr viel Spass gemacht daraus zu spielen.
Vorteil für "Horn spielnde Eltern": Es sind sehr viele Duette enthalten!
Da haben wir dann zum 60. Geburtstag von ihrem Opa daraus vorgespielt.
Tipp: Die Kleinen 1.Horn spielen lassen und selber die 2. Stimme blasen. Dann "platzen" die vor Stolz :-)
Inzwischen habe ich den 2. Band bestellt.

Gruß
Dirk
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Re: Welche Hornschule?

Beitragvon Beate_Pokorny » Mo 5. Okt 2009, 09:59

Lieber Dirk! :)

Das ging nun aber echt fix, herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Ich denke, ich werde mir diesen Rapp mal zukommen lassen. Übrigens, als Angehöriger des männlichen Geschlechts scheinst Du auch nichts zu vergessen, mit Deiner Annahme liegst Du richtig.

Grüße an Kayleigh.
Bussi, BEATE :lol:
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Re: Welche Hornschule?

Beitragvon suerdes » Mo 5. Okt 2009, 23:14

Liebe Frau Pokorny,
vielleicht sollten Sie sich
Ployhar, James D.: French Horn Student (1-3)
Ployhar, James D.: Studies and melodious Etudes for French Horn (1-3)
ebenfalls einmal ansehen.

Beachtenswert finde ich auch
Phillipp, Gerd: Zum Üben und Vorspielen (1+2)

Viele Grüße
Suerdes
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Re: Welche Hornschule?

Beitragvon mone » Sa 10. Okt 2009, 10:00

Hallo Beate,

also die Rapp-Schule und die von de Haske "Hören,lesen,spielen" werden in unserer Region sehr oft benützt, wobei meiner Ansicht die de Haske-Schule sehr schnell vorangeht.
Wenn du mal Stücke zum ergänzen brauchts, würde ich auch mal ein bisschen in die Trompetenschulen von Erich Rinner und dem "Trompetenfuchs" von Dünser reinstöbern.
Das Kind muss ja nicht wissen, dass es gerade Stücke von einer Trompeten-Schule spielt. Vor allem der Trompetenfuchs ist vom Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut.

Viele Grüße
Mone
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Re: Welche Hornschule?

Beitragvon Beate_Pokorny » Sa 10. Okt 2009, 23:47

@ Suerdes und Mone :)

Lieben Dank für Eure Tipps, es scheint alles sehr brauchbar, ich glaube die Auswahl wird nicht leicht. :!:

Der Ployhar (sehr gut!) ist mir bereits bekannt und scheint vielleicht eher was für die älteren Schüler ab 12(?) zu sein. Dafür klingt Oldenkamp/Kastelein`s:"Hören, lesen & spielen" recht interessant, zumal es dazu passend auch noch Spielstücke zu 2en und zu 3en gibt. Auch der Trompetenfuchs macht mich neugierig, unsereins hat damals die "Trompetenduette aus alter und neuer Zeit für junge Bläser" und andere Werke von Hermann Neuhaus aufgelegt.

Merci für Eure Beiträge,
Bussi, BEATE :lol:
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Re: Welche Hornschule?

Beitragvon Prof » Mo 12. Okt 2009, 19:30

Bei den Hornschulen und bei den meisten Instrumentalschulen gibt es heute ein großes Problem:

die Eltern und Lehrer wollen, daß die Kinder ganz schnell irgendwas irgendwo mitspielen können, o.k. Das ist ja nicht schlecht, hat aber den Nachteil, daß nur mitgespielt wird und ein Verständnis der Zusammenhänge selbst in den kleinsten Stücken nicht verstanden wird. Vom Intervallhören und - spielen braucht man da gar nicht zu reden. Das muß aber erarbeitet werden, da sonst nur eine eingeochste Nachäfferei bleibt. Diese Kinder können nicht Geübtes nie vom Blatt spielen, aber da fängt ja erst der Musizierspaß an, wenn man seinen Kumpeln irgendetwas an "schwarzen Kugeln auf weißem Grund und zwischen Strichen angesiedelt" in Töne umsetzen kann, und zwar spontan. Natürlich hat das bei Kindern Grenzen.

Wenn allerdings nach einer Hornmethode z.B. von Josef Schantl (92 Etüden für Anfänger, Große theoretisch praktische Hornschule) vorgegangen wird, dann erwirbt das Kind ziemlich schnell eine rhythmische Sicherheit zusammen mit einer ziemlich schnellen Intervallerkennung und Umsetzung. Die Kenntnis der verschiedenen Tonarten wird zusammen mit Artikulationszeichen, Variationen der Dynamik, Variationen in der Phrasierung und im Ausdruck sinnreich eingeübt, ohne die Kinder zu überfordern, sozusagen spielerisch. Dazwischen stecken dann immer kleine Vortragstücke zur Demonstration des Erlernten. Diese Übungen sind mit horntypischen Wendungen, die in der gesamten Literatur immer auftauchen, durchsetzt und trage so dazu bei, daß die Kinder schon im Antizipieren, also dem Vorausahnen der nächsten Phrase sicher werden. Das kann man bei den heutigen Unterrichtsmethoden nicht von allen Profihornisten sagen. Das Antizipieren ("wie es eben weiter gehen muß in der Stimme") muß geübt sein, sonst funktioniert alles nur mit "einhämmern". Da haben dann aber die Kinder dann nur so viel Spaß wie dressierte Hunderl und nicht mehr. Sie sollen aber richtig Spaß beim Musizieren haben.

Das geht aber bei der Schantl Methode natürlich erst viel langsamer als bei den neueren auf Kinder zugeschnittenen Methoden. Allerdings werden die Kinder, die z.B. in der Schantl Methode tapfer bleiben, nach sechs Monaten bis zu einem Jahr die anderen Kinder in der Bewältigung der gestellten Aufgaben fliegend überholen, da sie sich sowohl das bläserische Rüstzeug als auch die zur Bewältigung der kleinen Stücke notwendige Theorie inzwischen angeeignet haben. Es kann aber natürlich nicht erwartet werden, daß das mit allen Tonarten so funktioniert, aber wesentlich besser als nur das ewige C-Dur oder Es-Dur, bzw. B-Dur der meist aus der Trompeter- und Posaunengilde stammenden Bläserschulen für Kinder, die nicht auf dem F- sondern dem B-Verständnis kommen, was grundfalsch ist, da die klassische Notierung für Horn auf der F-Leseart aufbaut und sich selbst bei Transposition der Stimme immer an F orientiert.
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