laienhafte DurchschnittshornistInnen

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Re: laienhafte DurchschnittshornistInnen

Beitragvon Steffen » Mo 1. Mär 2010, 09:37

Hallo zusammen,

da ist man einmal ein Wochenende nicht da, und dann gehts hier voll zur Sache!

@Andreas:
der Ton macht die Musik (in vielerlei Hinsicht...), bitte auch selbst dran halten, aber Du hast Dich ja schon entschuldigt, ich hoffe, dass das auch Peter liest und die Entschuldigung annimmt.

Ich kann nur dazu sagen, dass die große Mehrzahl der "Prof(i)" - Beiträge hier im Forum weder respektlos noch wichtigtuerisch sind. Der eine oder andere zynische oder sarkastische Kommentar von deren Seite bringt dann auch mal etwas Leben ins Forum, und ich habe schon das eine oder andere Mal Tränen gelacht. So soll es sein. Zuviel Sterilität wird schnell langweilig. Es gibt genügend Foren, die dadurch eingeschlafen sind.
Man darf halt auch nicht alles so ernst nehmen.

Damit an alle: bitte macht weiter so wie bisher, Profis wie auch Laien!
Steffen
 
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Re: laienhafte DurchschnittshornistInnen

Beitragvon RobLeicht » Mo 1. Mär 2010, 11:40

1.) Vom Prof. und von Peter (und von vielen anderen) habe ich bisher vieles erfahren und gelernt (merci vielmals!) - von Herrn Andreas noch nichts. Und was hätte er bisher eigentlich Sachliches mitgeteilt? Wenn ihn etwas nicht interessiert, sollte er es einfach nicht lesen - anstatt jene zu beschimpfen, die sich die Mühe machen, etwas zu erklären.
2.) Lern- und Bildungsprozesse fangen naturgemäß damit an, dass sie etwas zur Sprache bringen, wovon der Lernende noch nichts Rechtes weiß. Wenn es ihn nicht interessiert, muss das nicht bedeuten, dass es sachlich unwichtig oder zu kompliziert ist, sondern es kann in erster LInie damit zu tun haben, dass er die Bedeutung des Vorgetragenen noch gar nicht abschätzen kann. Wenn ein Adept nur seiner gegenwärtigen Stimmung folgt, bleibt er auf dem Niveau seiner Stimmung stecken.
3.) Auch Kritik, selbst sachlich schärfste Kritik, kann in höflichem Ton vorgetragen werden - und gewinnt dadurch erst an Gewicht. Aber in gewissen Kreisen gilt es heute offenbar als "authentisch", wenn man seine Ressentiments und Vorurteile möglichst grob hinausposaunt. Nur: Dann wird man wird man halt allenfalls von seinesgleichen ernst genommen, bleibt unter sich - und zugleich: unter Niveau.
4.) Ich gebe zu, ich habe den Prof. mitunter etwas streng empfunden in seiner Kritik an Tippfehlern. Aber letztlich hat er doch recht: Le style c'est l'homme - und insofern macht es keinen kategorialen Unterschied, ob jemand nur nicht darauf achtet, wie er seinen Mitmenschen und -lesern orthographisch oder ob es ihnen zudem auch noch sachlich und sprachlich ungezügelt gegenübertritt. (Für eigene Tippfehler bitte ich vorsorglichst sowie nachträglich um Nachsicht.)
5.) - und wie die vielen anderen - ceterum censeo: Peter, bitte bleibt dabei!
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Re: laienhafte DurchschnittshornistInnen

Beitragvon dirk » Mo 1. Mär 2010, 20:55

Als Hornist bin ich auch Laie.
Mit über 40 Lebensjahren, Studium, langjähriger Berufspraxis etc. habe ich in meinem Beruf viel Wissen, Sachverstand und Können sammeln dürfen. Manchmal wenn "berufene Laien" kritisieren, alles besser zu wissen glauben, dies auch noch laut kundtun, denke ich mir: "Junge, redet der/die einen unqualifizierten Sch... daher!"
Zurück zum Horn: ALLE Profis mit denen ich bisher über "ihr Fach" reden konnte waren mir weitaus angenehmer als viele Laien, die glaubten "alles" zu wissen und "alles" schon zu können, so dass sie anderen gar nicht mehr zuzuhören brauchen. In der Tat hatten solche Laien ein oft sehr hohes (verglichen mit mir) technisches Können aber es mangelt ihnen meines Erachtens oft an Musikalität (!!!!) und Sachverstand.
Hier im Forum hatten wir (und ich hoffe das wird künftig so bleiben) Profis, die mit einer ESELSGEDULD! auch Anfängerfragen (z.B. Stopfventil beim B-Horn, wieso nicht beim F-Horn etc...) beantwortet haben.
Es wäre schön, wenn wir (die s.g. "Laien") dies anerkennen!
Zur "hochgestochenen" Ausdrucksweise: Im Studium hatte ich einen Mathematikprofessor, der war sehr bemüht. Trotzdem konnte ich ihm manchmal nicht folgen. Das lag aber nicht an ihm! Es lag auch sicher nicht an der Mathematik!
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Re: laienhafte DurchschnittshornistInnen

Beitragvon otto » Mo 1. Mär 2010, 22:39

Lieber dirk,
es soll aber auch Studenten geben, denen die Matheprofs mit ihrem Wissen nicht folgen können ...
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Re: laienhafte DurchschnittshornistInnen

Beitragvon Prof » Di 2. Mär 2010, 08:36

Hallo @otto !

Diese Studenten sind allerdings Ausnahmen. Somit ist Deine Bemerkung überflüssig. Es gab und gibt Raucher, die drei Schachteln pro Tag rauchen und trotzdem neunzig Jahre oder mehr alt geworden sind oder vielleicht noch werden. Wenn ich mit Deinen Argumenten antworten müßte, würde es dann so lauten: "Aber das Rauchen ist doch gesund, wie man an dem Beispiel des drei Schachteln pro Tag rauenden neunzigjährigen Mannes entnehmen kann !"

Ausnahmestudenten mit besonderen Begabungen gab es immer wieder. Aus meinem Leben: ich habe schon neben dem Gymnasium mit der Hornblaserei mehr verdient als meine Professoren. Ich hab schon mit vierzehn am Theater ausgeholfen. Klassenkameraden waren eifrige Lokalreporter. Mathematiker in meiner Klasse haben unseren Matheprofessor immer wieder auflaufen lassen oder korrigiert. Beide Seiten hatten aber ihren Spaß dabei. Was ist aus unserer Klasse geworden ? Ein Botschafter, ein erster Staatsanwalt, ein leitender Ing. in einer riesigen Chemiefirma, ein Flughafendirektor, ein Cheflektor im Bundesverlag, ein Hofrat und Landrat, zwei Jesuiten mit DrDr., zwei Mönche, ein Staatssekretär, ein Generalkonsul und ein Musiker/Verleger/Autor. - das alles bei einer Klassenstärke von 17.

Man kann als Student auch die Lehrer übertreffen, besonders wenn man ihre sicher wohl gemeinten Richtlinien einhält und ihre Ratschläge annimmt, darauf aufbaut und sich weiter entwickelt. Dabei kommen die "Nebentätigkeiten" (Party, Sport, Musizieren, Studentenverbindung, politische Arbeit, usw.) auch nicht zu kurz. Man muß sich die Zeit nur gut einteilen und folgerichtig arbeiten.
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Re: laienhafte DurchschnittshornistInnen

Beitragvon kronihorn » Di 2. Mär 2010, 17:48

Wenn ich diesen Beitrag lese, glaube ich, im falschen Forum zu sein. Auch ich habe Maturakollegen die Chirurgen, Universitätsprofessoren, Äbte eines Klosters, Kapitän eines großen Erdöltankers, Künstler usw. sind. Die meisten Forumsbesucher interessieren wahrscheinlich nicht die verschiedenen Lebensläufe der anderen. Mich täte zum Beispiel interessieren, warum es so schwer ist, ein gutes Horn zu bauen, wo im Instrument die Stimmung liegt, warum ein Instrument von sich aus nicht stimmen kann, warum einem Hornbauer auch so manches Instrument nicht gelingt usw.
Prof hat geschrieben:Hallo @otto !

Diese Studenten sind allerdings Ausnahmen. Somit ist Deine Bemerkung überflüssig. Es gab und gibt Raucher, die drei Schachteln pro Tag rauchen und trotzdem neunzig Jahre oder mehr alt geworden sind oder vielleicht noch werden. Wenn ich mit Deinen Argumenten antworten müßte, würde es dann so lauten: "Aber das Rauchen ist doch gesund, wie man an dem Beispiel des drei Schachteln pro Tag rauenden neunzigjährigen Mannes entnehmen kann !"

Ausnahmestudenten mit besonderen Begabungen gab es immer wieder. Aus meinem Leben: ich habe schon neben dem Gymnasium mit der Hornblaserei mehr verdient als meine Professoren. Ich hab schon mit vierzehn am Theater ausgeholfen. Klassenkameraden waren eifrige Lokalreporter. Mathematiker in meiner Klasse haben unseren Matheprofessor immer wieder auflaufen lassen oder korrigiert. Beide Seiten hatten aber ihren Spaß dabei. Was ist aus unserer Klasse geworden ? Ein Botschafter, ein erster Staatsanwalt, ein leitender Ing. in einer riesigen Chemiefirma, ein Flughafendirektor, ein Cheflektor im Bundesverlag, ein Hofrat und Landrat, zwei Jesuiten mit DrDr., zwei Mönche, ein Staatssekretär, ein Generalkonsul und ein Musiker/Verleger/Autor. - das alles bei einer Klassenstärke von 17.

Man kann als Student auch die Lehrer übertreffen, besonders wenn man ihre sicher wohl gemeinten Richtlinien einhält und ihre Ratschläge annimmt, darauf aufbaut und sich weiter entwickelt. Dabei kommen die "Nebentätigkeiten" (Party, Sport, Musizieren, Studentenverbindung, politische Arbeit, usw.) auch nicht zu kurz. Man muß sich die Zeit nur gut einteilen und folgerichtig arbeiten.
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Re: laienhafte DurchschnittshornistInnen

Beitragvon Hödlmoser » Di 2. Mär 2010, 20:17

kronihorn schreibt:
Wenn ich diesen Beitrag lese, glaube ich, im falschen Forum zu sein. Auch ich habe Maturakollegen die Chirurgen, Universitätsprofessoren, Äbte eines Klosters, Kapitän eines großen Erdöltankers, Künstler usw. sind. Die meisten Forumsbesucher interessieren wahrscheinlich nicht die verschiedenen Lebensläufe der anderen. Mich täte zum Beispiel interessieren, warum es so schwer ist, ein gutes Horn zu bauen, wo im Instrument die Stimmung liegt, warum ein Instrument von sich aus nicht stimmen kann, warum einem Hornbauer auch so manches Instrument nicht gelingt usw.

Lieber kronihorn, dieses Thema heißt: "laienhafte DurchschnittshornistInnen". Da geht es nicht um Instrumente, sondern um den Menschen hinter dem Horn.
Du solltest ein Thema über Hornbau und Stimmung eröffnen.
Dann wärst Du vielleicht im richtigen Forum!
Nix für ungut und liebe Grüße vom Hödlmoser! :evil:
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Re: laienhafte DurchschnittshornistInnen

Beitragvon Prof » Di 2. Mär 2010, 20:31

An @kronihorn

Mein Beitrag war nur eine Antwort auf @otto.

Die Intonation liegt bei einem ordentlichen Horn nicht unbedingt an der "hardware" (ein guter Instrumentenmacher folgt den Regeln seiner Handwerkskunst; alle guten Hörner sind durchkonstruiert und von Fachleuten ausprobiert). Es liegt meist an der "software" (frei übersetzt: an der weichen Birne). Hören und wieder hören. Das Gehörte umsetzen, korrigieren, in die Programme der "weichen Birne" einbauen und wieder versuchen. Wenn allerdings den Ratschlägen erprobter Fachkollegen stur nicht gefolgt wird, "weil man es ja VIEL besser weiß", dann kann es einfach auch auf dem besten Horn nicht stimmen. Wir haben auf uralten, von Flicken übersäten undichten Wienerhörnern studiert, weil es keine anderen gab. Und wir haben doch gestimmt. Ohr, rechte Hand, Ansatz, usw. Es ist nicht das Instrument, es ist der MENSCH.
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