Wenn ich diesen Beitrag lese, glaube ich, im falschen Forum zu sein. Auch ich habe Maturakollegen die Chirurgen, Universitätsprofessoren, Äbte eines Klosters, Kapitän eines großen Erdöltankers, Künstler usw. sind. Die meisten Forumsbesucher interessieren wahrscheinlich nicht die verschiedenen Lebensläufe der anderen. Mich täte zum Beispiel interessieren, warum es so schwer ist, ein gutes Horn zu bauen, wo im Instrument die Stimmung liegt, warum ein Instrument von sich aus nicht stimmen kann, warum einem Hornbauer auch so manches Instrument nicht gelingt usw.
Prof hat geschrieben:Hallo @otto !
Diese Studenten sind allerdings Ausnahmen. Somit ist Deine Bemerkung überflüssig. Es gab und gibt Raucher, die drei Schachteln pro Tag rauchen und trotzdem neunzig Jahre oder mehr alt geworden sind oder vielleicht noch werden. Wenn ich mit Deinen Argumenten antworten müßte, würde es dann so lauten: "Aber das Rauchen ist doch gesund, wie man an dem Beispiel des drei Schachteln pro Tag rauenden neunzigjährigen Mannes entnehmen kann !"
Ausnahmestudenten mit besonderen Begabungen gab es immer wieder. Aus meinem Leben: ich habe schon neben dem Gymnasium mit der Hornblaserei mehr verdient als meine Professoren. Ich hab schon mit vierzehn am Theater ausgeholfen. Klassenkameraden waren eifrige Lokalreporter. Mathematiker in meiner Klasse haben unseren Matheprofessor immer wieder auflaufen lassen oder korrigiert. Beide Seiten hatten aber ihren Spaß dabei. Was ist aus unserer Klasse geworden ? Ein Botschafter, ein erster Staatsanwalt, ein leitender Ing. in einer riesigen Chemiefirma, ein Flughafendirektor, ein Cheflektor im Bundesverlag, ein Hofrat und Landrat, zwei Jesuiten mit DrDr., zwei Mönche, ein Staatssekretär, ein Generalkonsul und ein Musiker/Verleger/Autor. - das alles bei einer Klassenstärke von 17.
Man kann als Student auch die Lehrer übertreffen, besonders wenn man ihre sicher wohl gemeinten Richtlinien einhält und ihre Ratschläge annimmt, darauf aufbaut und sich weiter entwickelt. Dabei kommen die "Nebentätigkeiten" (Party, Sport, Musizieren, Studentenverbindung, politische Arbeit, usw.) auch nicht zu kurz. Man muß sich die Zeit nur gut einteilen und folgerichtig arbeiten.